Treuenbrietzen muss sich am Ende mit 3:1 geschlagen geben

Der TSV Treuenbrietzen gastierte zum ersten Punktspiel des Jahres beim Tabellenvierten der Landesklasse West. Als Außenseiter war das Ziel einen Punkt mitzunehmen. Die Voraussetzungen waren jedoch alles andere als optimal. So fehlten unter anderem Pit Päpke wegen der 5. Gelben und Philip Müller beide gesetzte Stammspieler beim TSV Landesklassenteam.

An der Seitenlinie betreute Jens Ross den TSV. Peter Dörrwandt steht dem TSV aus privaten Gründen bis auf weiteres nicht mehr zur Verfügung. Bei eisigem Wind und Sonne begann die Partie aus Sicht des TSV verheißungsvoll. Die Treuenbrietzener Hintermannschaft stand konzentriert und machte die Räume sehr eng. Ein Schuss der Potsdamer aus 30 Metern war die erste Offensivaktion der Heimelf. Kurz darauf setzten sich die Sabinchenstädter im Zentrum durch. Thomas Knappe hätte auf den frei stehenden Erik Näthe spielen können. Er suchte selbst den Abschluss, der aber sein Ziel verfehlte.

Die Kickers versuchten durch einen überlegten Spielaufbau Raum zu gewinnen. So kamen sie nach 10 Minuten zum ersten Mal zu einer Ecke. Die brachte noch keine Gefahr, war aber das Startsignal zu einer Druckphase der Potsdamer. In den nächsten Minuten war es entweder ein Verteidiger oder der gut agierende Torhüter des TSV die die Angriffsbemühungen vereitelten. Vier Ecken brachten nichts ein. Und der Potsdamer Nwosu hätte durchaus freistehend zwei Tore erzielen können. Mit viel Entschlossenheit war der Landesklassenvorletzte immer wieder zur Stelle.

In der 21. Minute dann ein kurzer Aufreger. Ein hoher Ball landete im Potsdamer Strafraum. Der TSV Akteur Martin Lüdicke ging zum Kopfball hoch und wurde klar geschoben vom Potsdamer Verteidiger. Hier wäre der Elfmeterpfiff durchaus gerechtfertigt gewesen.

Das Spiel wurde etwas zerfahrener, wobei Potsdam bis dahin das bessere Offensivspiel mit klareren Chancen hatte. Dennoch taten sich die Kickers schwer gegen eine gut eingestellte Treuenbrietzener Mannschaft.

Potsdam machte zwar bis zur 30. Minute weiter Druck, sämtliche Abschlüsse waren jedoch zu harmlos. Treuenbrietzen beschränkte sich weitestgehend weiter auf ein konzentriertes Defensivspiel. Das Flämingteam konnte sich zeitweise sogar ein Übergewicht mit guten spielerischen Ansätzen im Zentrum erarbeiten. Die zweiten Bälle eroberte häufig die Heimelf. Bis zur Halbzeit spielte Treuenbrietzen auf Augenhöhe. Ohne weitere Offensivaktionen gingen beide Teams torlos in die Halbzeitpause.

Die ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit begannen eher verhalten. Auf beiden Seiten gab es zwei gute Ansätze. Einer von diesen führte in der 54. Minute zu einer Ecke.

Zweimal klärte der TSV in der Luft, dann verarbeitete der in der ersten Halbzeit noch erfolglose Potsdamer Stürmer Nwosu den Klärungsversuch der Sabinchenstädter aus 12 Metern zum 1:0 aus dem Gewühl.

Der TSV wechselte jetzt. Für Sebastian Beelitz kam Lukas Henkel ins Spiel. Mit dem 1:0 im Rücken agierte Potsdam etwas sicherer konnte in der Folge aber keine Großchancen erspielen. Potsdam vorne hektisch und der TSV offensiv zu harmlos. Das Spiel fand hauptsächlich zwischen den 16ern statt. In der 68. Minute dann wie aus dem Nichts eine sehr gute Kombination der Gäste. Nach der Spieleröffnung durch den Keeper der Treuenbrietzener kam der Ball zu Thomas Knappe. Dieser sah den in die tiefe startende Erik Näthe und bediente ihn mit einem punktgenauen Pass. Näthe blieb cool und markierte mit seinem 4. Saisontreffer das 1:1.

Jetzt nahm das Spiel an Fahrt auf. Es gab gute Aktionen auf beiden Seiten. In der 74. Minute dann erneute Ecke für die Kickers aus Potsdam. Über Umwege gelangte der Ball zum Potsdamer Jonas Elke, der aus 20 Metern abzog. Der Schuss wurde unglücklich abgefälscht und landete unhaltbar im Netz der Gastelf.

Das 2:1 für Potsdam war nicht unverdient. Dennoch aus Sicht des TSV ärgerlich. TSV erspielte sich jetzt immer wieder Chancen. Thomas Knappe köpfte nach Ecke den Ball zu unplatziert in die Arme des Potsdamer Torhüters.

Bei den Gästen kam jetzt Hans Maßwig für den gut spielenden Til Rudolph. Beide sind junge Talente, die wie auch Yannick Tessnow der Landesklassenmannschaft gut tun. In der 81. Minute setzt sich Thomas Knappe wieder durch und kann nur durch ein Foul gebremst werden. Auch hier blieb der Pfiff aus. Treuenbrietzen versuchte nochmal alles. Die daraus resultierenden Räume nutzte die Heimmannschaft immer wieder für Konter. Erst ein Freistoß in der Nachspielzeit besiegelte die Niederlage. Den Freistoß kann man auch diskutieren, ungeachtet dessen nutze ihn Thomas Welskopf zum Endstand.

Am Ende ein verdienter Sieg für Potsdam der etwas schmeichelhaft zu Stande gekommen ist.

 

TSV: Maas, Päpke, Lüdicke, Tessnow, Senft, Näthe, Knappe Th., Hähndel, Rudolph (Maßwig), Höhne, Beelitz (Henkel)

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