Den Favoriten überrascht

P1090744Im zweiten Heimspiel der Kreisliga Havelland-Mitte empfing der Tabellenvorletzte den Tabellenzweiten Stahl Brandenburg. Wir hatten nichts zu verlieren und so begannen wir auch: Freistoss von Axel Schulz, der Brandenburger Abwehrspieler verlängert in Richtung eigenes Tor und Daniel Micklisch erzielt aus dem Getümmel heraus das umjubelte 1:0. Stahl hatte natürlich die bessere Spielanlage und ließ den Ball über mehrere Stationen laufen – vor unserem Strafraum waren die Räume aber eng und kaum ein Durchkommen. So wurde Torwart Willy Schulz mit Fernschüssen geprüft, die er aber alle halten konnte.

Ramzi (Mitte) köpft gleich knapp am Dreiangel vorbei, links Jannes, rechts Luca

Ramzi (Mitte) köpft gleich knapp am Dreiangel vorbei, links Jannes, rechts Luca

Wir spielten aus der Konterstellung auf unsere neuen Stürmer Daniel und Ramzi El-Nasser die Bälle und beide machten richtig Betrieb in der Stahlabwehr. Die nächste Chance hatte Luca Dähne, aber der Torwart hält den Schuss aus spitzem Winkel – dann rettet ein Stahlverteidiger auf der Torlinie – Luca spielt sich wieder durch und schießt aufs Tor, aber der Stahlspieler rettet am kurzen Pfosten. Ecke von Wolfgang Heß und Ramzi köpft knapp am Dreiangel vorbei. Stahl spielt zwar klug den Ball bis zu unserem Strafraum – weiter geht’s nicht, denn die Abwehr mit Axel, Tino Muschert und Til Schäl kämpft um jeden Ball und kauft damit dem Gegner den Schneid ab. IUnserer neues Sturmduo spielt sich per Doppelpass durchs Mittelfeld, Ramzi ist Rechts durch und passt quer auf den freistehenden Daniel im Strafraum. Ein Stahlspieler kann den Schuss noch abblocken. Nach einer Ecke kommt Stahl am langen Pfosten zum 1:1-Ausgleich. Doch wir antworten gleich: nach Foul an Ramzi zirkelt Jakob Schlunke den Ball in den Fünf-Meter-Raum, der Torwart faustet Jannes Wernicke an und der Ball ist im Netz zum 2:1. Und gleich weiter: Jakob spielt den Ball zu Daniel, Annahme mit der Brust und Torschuss – leider knapp verzogen. In der letzten Minute der 1. Halbzeit schießt ein Stahlspieler unseren Verteidiger im Strafraum beim Abwehrversuch an die Hand und der Handelfmeter führt zum 2:2. In Halbzeit 2 war klar, dass jetzt Stahl uns noch weiter zurückdrängt, da unser Spiel sehr kraftaufwändig war. Tino und Wolfgang spielen sich gut über Rechts durch, Querpass nach innen zu Yannick Tessnow, aber dessen Schuss wird gehalten. Das Spielgeschehen spielt sich nur noch in unserer Hälfte ab. Wir verteidigen dieses Remis mit viel Einsatz. Ein „kleiner Abstecher“ in die Stahlhälfte ist schon „verloren“, da erkämpft sich Jannes noch einmal den Ball, legt quer auf Jakob ab, kurz geschaut und hoch überm Torwart schlägt der Ball unter der Latte zum 3:2 ein. Jetzt nur noch hinten dicht. Kurz vor Schluss dribbelt sich Luca über Rechts noch einmal durch und bleibt beim Schwenk nach innen am Verteidiger hängen, verdreht sich das Knie und bleibt am Stahlstrafraum liegen. Alle warten auf den Pfiff des Schiedsrichters, da unsere Spieler dies anzeigen und ihm per Worte mitteilen. Der Schiri ignoriert dies und läßt das Spiel weiterlaufen.
Jakobs (7) Flanke faustet der Torhüter nach vorn, aber der Ball prallt dann zurück ins Tor zum 2:1

Jakobs (7) Flanke faustet der Torhüter nach vorn, aber der Ball prallt dann zurück ins Tor zum 2:1

I Stahl nutzt dies und spielt schnell nach vorn. Daniel rettet beim Zweikampf im Strafraum mit langem Bein, aber der Stahlstürmer fällt und der Schiri pfeift von der Mittellinie Elfmeter. Dann auf die Zurufe von draußen reagiert dann erst der Schiri. Die Uhr war längst abgelaufen – in der sechsten Minute der Nachspielzeit erzielt dann Stahl per schmeichelhaftem Elfmeter das 3:3. Wir hatten den Favoriten überrascht und Stahl mit einem „blauen Augen davon kommen lassen„. Ein tolles Spiel der C-Junioren, die damit den ersten Punkt erkämpfen konnten. UNSER Aufgebot: W. Schulz (Tor) – T. Muschert, A. Schulz, T. Schäl – J. Wernicke (1) – L. Dähne (M. Miedzianowski), J. Schlunke (1), Y. Tessnow (J. Laufs), W. Heß (T. Krüger) – D. Micklisch (1), R. El-Nasser – (S. Bullerdieck).

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