TSV Treuenbrietzen verliert zu hoch bei der SG Bornim

TSV hadert – erst hat man kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu

Die Niederlage aus der Vorwoche gegen den Spitzenreiter war einkalkuliert, doch gegen Bornim wollte man die lange Negativserie brechen und wichtige Punkte im Abstiegskampf einfahren.

Das Wetter meinte es gut und so konnte das Landesklasssenpunktspiel bei der SG aus Bornim sogar auf dem Rasenplatz stattfinden. Den an diesem Wochenende beruflich verhinderten Trainer Jens Ross, vertraten Tim Schwericke und der etatmäßige B-Juniorentrainer Hendrik Wetzel an der Seitenlinie.

Schmerzlich vermisst wurden unter anderem die Spieler Erik Näthe und Philip Müller. Dennoch konnte man auf Grund des Spielausfalls der Reserve der Treuenbrietzener Männer mit 15 Spielern zum Duell in den Rand der Landeshauptstadt fahren.

Das Spiel begann zunächst ausgeglichen, doch bereits nach 10 Minuten übernahm der TSV das Geschehen. Mit einer körperlich präsenten Spielweise wollte man die Marschroute der Trainer umsetzen. Die Sabinchenstädter erspielten sich gute Möglichkeiten zur Führung. Die Gesetze im Abstiegskampf sind aber allen bekannt. Und so kam es wie es kommen musste.

Pit Päpke: „Wenn man die Chancen in Halbzeit eins verwertet, hat man das Spiel im Griff. Hat man aber wie wir kein Glück, kommt zwangsläufig das Pech dazu.“

Die Sabinchenstädter hätten durch 4 gute Aktionen im ersten Durchgang mindestens zwei Tore erzielen müssen. Die Bornimer kommentierten die ersten 45 Minuten ähnlich und hätten sich über einen 0:2 Rückstand nicht beschweren können. Sebastian Beelitz eröffnete mit der ersten aussichtsreichen Offensivaktion der Gäste. Die nächste Chance hatte Thomas Knappe, der nach einer Eingabe von dem erneut beteiligten Sebastian Beelitz den Volleyschuss verzog. Die Defensive des TSV agierte noch etwas fahrig, doch spätestens Maas war zur Stelle. Und so war es der Gast, der die klaren Chancen für sich verbuchen konnte.

„Zweimal Aluminium für den TSV und ein berechtigter Elfmeter  kurz vorm Halbzeitpfiff für Bornim stellen das Spiel auf den Kopf.“

 

Nico Höhne trifft nach einer ansehnlichen Einzelaktion die Latte des Bornimer Gehäuses. Kurz darauf scheitert Pit Päpke nach Vorarbeit von Sebastian Beelitz am Pfosten. Und jetzt kam das Abstiegsgespenst nach Bornim. Karsten Päpke trifft aus kurzer Distanz nicht richtig den Ball und wieder blieb eine große Chance liegen. Doch an Stelle der Gästeführung sollte es die Spielgemeinschaft sein, die das letzte Wort hat. Der Bornimer Jonas Krause konnte nur noch durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Sebastian Beelitz kam im Zweikampf zu spät. Den berechtigten Elfmeter verwandelte Oliver Tobias sicher zur 1:0 Führung der Heimelf. Dies war gleichzeitig der Halbzeitstand.

„ Man ist motiviert, nimmt sich viel vor, doch dann fühlt man sich wie in der Dolchstoßlegende.“

TSV Treuenbrietzen war nicht geschockt. Denn wenn man etwas im Abstiegskampf lernt, dann den Umgang mit Rückständen. Doch bereits 3 Minuten nach Wiederanpfiff brach den Sabinchenstädtern ein klares Abseitstor durch den Bornimer Friedrich das Genick. So verlief die Halbzeit zwei ganz im Sinne der Heimelf. Die sehr junge Truppe der Bornimer machte in der Folge durch Tore in der 68., 83. Und 88. Minute den Sack zu.

Sieht man die erste Halbzeit, ist das Ergebnis am Ende deutlich zu hoch.  Die wütenden Treuenbrietzener steckten im Verlauf der zweiten Halbzeit auf. Sie fanden durch die Abseitsentscheidung nicht mehr in die Partie. Die Köpfe waren dicht. Durch einzelne Unachtsamkeiten machte Bornim die Tore. Für den TSV Treuenbrietzen war das bitter. So dachte man selbst im Verlauf des zweiten Durchgangs immer noch an Aktionen die gegen den TSV entschieden wurden. Ein hartes Einsteigen im 16er der Heimelf aus Halbzeit eins, hätte durchaus auch einen Elfmeter nach sich ziehen können. Man gab sich zwar nicht auf, doch wenn der Kopf nicht frei ist, läuft kein kontrolliertes Spiel mehr zusammen.

Als Tabellenletzter hat man nun vielleicht den Vorteil unbeschwert aufzuspielen. In der Liga steht der TSV vielleicht für die meisten als Absteiger fest. Doch die Spiele gegen direkte Konkurrenten werden wohl erst die Entscheidung bringen. Sammelt man dort endlich wieder Punkte könnte es wieder Hoffnung geben. Bereits die nächsten Spiele gegen Seddin und Gülitz über Ostern geben Aufschluss darüber in welche Richtung die Reise für den TSV geht.

TSV : Maas E., Päpke K., Lüdicke, Schwericke, Hähndel (Illesch), Maas M., Knappe Th., Weigmann, Höhne N.(Maßwig), Beelitz (Höhne J.), Päpke P.

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